Mittwoch, 18.11.2026, 20 Uhr

Dirk Bernemann liest Kalk und Gromzell
 
Kalk

Dirk Bernemann: Kalk. Roman. Westend Verlag 2024. 215 S. Geb. 24,00 €

Kalk, Mitte fünfzig und beflissener Mitarbeiter in einem Elektrofachgeschäft, muss raus. Der Lethargie des Alltags entfliehen, durchatmen und die Seele baumeln lassen. In Kijkduin, jenem Ort in den Niederlanden, an dem er schon als Kind mit seinen Eltern die Urlaube verbrachte, scheint Kalk Erholung zu finden. Als er ein Kind vor dem Ertrinken rettet, erwacht in ihm sein längst vergessenes Selbstbewusstsein und aus dem Antihelden wird ein Held. Er wächst über sich hinaus, geht an seine Grenzen und erfindet sich neu. Doch schnell verliert sich Kalk in der Fülle der Möglichkeiten, die sein gesteigertes Ego mit sich bringt, sein neues Ich entgleitet ihm und er droht sogleich alles zu verspielen. Letztlich holt ihn nicht nur die eigene Vergangenheit ein, sondern er lädt auch eine Schuld auf sich, die sich nicht einfach mit dem nächsten Bier in der Strandbar wegspülen lässt.

Eine bitterböse Gesellschaftsstudie und ein Psychogramm des in die Enge getriebenen alten weißen Mannes.

„Ein Sprachakrobat mit Hang zur Misantropie." Galore

„Ein herrlich melancholisches Buch über alte weiße Männer." Orkus Magazin

„Kalk liest man nicht einfach, Kalk erlebt man. Und [es] kommen einem fast Freudentränen, so schön innovativ und unkonventionell ist dieser Roman." Aachener Zeitung

„Menschliche Abgründe, Einsamkeit, das ist Bernemanns Metier."Ox

„Was für ein abgefahrenes Buch." Kamikaze Radio


Gromzell

Dirk Bernemann: Gromzell. Roman. Westend 2026. 123 S. Geb. 24,00

Als die älteste Bewohnerin des kleinen Ortes Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod hat sich ausgerechnet Marie geholt, die ihm doch so lange von der Schippe gesprungen war. Die Trauernden suchen Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, wächst der Drang, selbst zur Tat zu schreiten und den Dorffrieden wiederherzustellen. Gestört wird dieser auch durch die aus Berlin zurückgekehrte Anna, deren Großeltern einst die umstrittene Deibelstube betrieben. Zudem ist da noch dieser Journalist, der über Maries Tod berichten will. Und stimmt es eigentlich, dass eine Berührung des Bestatters Eric Schade einem den eigenen, baldigen Tod ankündigt? Während zwischen Glaube und Aberglaube nach dem Schuldigen für all das Unheil gesucht wird, schwebt über dem Dorf ein ungewöhnlich großer schwarzer Vogel mit seltsam menschlichen Augen.
„Gromzell“ erzählt vom ewigen Widerstreit zwischen Leben und Tod sowie der Unfähigkeit des Menschen, aus freien Stücken zu verwelken, was bisweilen groteske Blüten trägt.

„Sprachlich zählt Dirk Bernemann zur absoluten Speerspitze der deutschen Underground-Literaturszene. Umgangssprache trifft Scharfsinn, Scharfsinn trifft auf philosophisch genial verarbeitete übergeordnete Themen. Lesen Sie selbst!" Aachener Zeitung

„Der Tod hat sich Marie geholt, die ihm doch so lange von der Schippe gesprungen war. Zwischen Weihrauch und Aberglaube sucht die Gemeinde einen Schuldigen für das Sterben, das nicht aufhören will. Ein grotesker Heimatroman von Dirk Bernemann, der wehtut und gleichzeitig berauscht." TopMagazin Frankfurt

„Im Unterschied zu Gromzell, dem Dorf, ist die einzige Konstante bei Dirk Bernemann nicht der Schicksalsschlag, sondern viel mehr sein Rundumschlag der Grossartigkeit." Artnoir.ch

Dirk Bernemann, geboren 1975 im westlichen Münsterland ist Schriftsteller und Journalist. Er ist Autor zahlreicher Romane und Kurzgeschichtenbände, darunter der Bestseller Ich hab die Unschuld kotzen sehen. 2021 erschien sein Roman „Schützenfest" bei Heyne. Dirk Bernemann lebt in Berlin.

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