Donnerstag, 10.03.2022, 20 Uhr

Nevermore - Cécile Wajsbrot stellt ihren Roman vor und spricht im Anschluss mit Gernot Krämer über ihre langjährige Mitarbeit an der Zeitschrift SINN UND FORM

Cécile Wajsbrot: Nevermore. Roman. Übersetzt von Anne Weber. 229 S. Wallstein 2021. Geb. 20 €

Nach dem Tod einer befreundeten Schriftstellerin zieht sich eine Übersetzerin nach Dresden zurück, um dort an der Übertragung von Virginia Woolfs Roman „To the Lighthouse“ zu arbeiten. Aus ihren tastenden Versuchen, sich der fremden Sprache und Zeit anzunähern, und den Überlegungen, die sie dabei anstellt, entsteht eine betörende Musik. Bei ihren nächtlichen Spaziergängen glaubt sie der toten Freundin zu begegnen und noch einmal mit ihr reden zu können. Ihre Einsamkeit weitet sich zu einem gewaltigen Echoraum, der von dem verfallenen Haus in Virginia Woolfs Roman über das einstmals zerstörte Dresden bis zur High Line, einer ehemaligen New Yorker Industrieruine, und zur Verbotenen Zone um Tschernobyl reicht.

Orte, die dem Verfall, der Zerstörung anheimgegeben sind und doch wieder aufleben, abgebrochene Welten, in denen noch Kraft schlummert für einen Neuanfang. Übersetzen als Über-Setzen zu anderen Ufern, zu den Verschwundenen; in eine andere Zeitlichkeit.

Franz Hahn rezensierte am 11.10.2021 Cécile Wajsbrots Roman „Nevermore“ in der Online - Zeitschrift  tell review: „Die Möglichkeit des Trostes“ .

Seit 2007 ist Cécile Wajsbrot Autorin der Zeitschrift SINN UND FORM. Außerdem gehört sie gemeinsam mit Michael Krüger und Ingo Schulze dem Beirat der Zeitschrift an. Gernot Krämer, stellvertretender Chefredakteur von SINN UND FORM, wird im Anschluss an die Romanvorstellung ein Gespräch mit Cécile Wajsbrot über ihre Beiträge in dieser Zeitschrift führen. 
Der folgende Link führt zu den Beiträgen: Cécile Wajsbrot in SINN UND FORM

Die aktuellen Ausgaben der Zeitschrift SINN UND FORM befinden sich im Sortiment der Buchhandlung.

Cécile Wajsbrot, geb. 1954, lebt als Romanautorin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Englischen und Deutschen in Paris und Berlin. Sie schreibt auch Hörspiele, die in Frankreich sowie in Deutschland gesendet werden. 2007 war sie Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Akademie der Künste in Berlin. 2014 erhielt sie den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, 2016 den Prix de l`Académie de Berlin.

(Eine Aufstellung der lieferbaren Bücher von Cécile Wajsbrot folgt in Kürze.)

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