Marie Luise Kaschnitz zu Ehren - mit Sonja Vandenrath und Klaus Reichert
 
Marie Luise Kaschnitz - ihr Lektor Klaus Reichert im Gespräch mit Sonja Vandenrath

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag der Dichterin Marie Luise Kaschnitz zum 125. Mal. Dieses Jubiläum sollte unbedingt Anlass sein, Sie wieder zu lesen oder neu zu entdecken. Neben Ilse Aichinger und Ingeborg Bachmann gehört sie zu den großen Schriftstellerinnen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Professor Klaus Reichert, renommierter Anglist und Ehrenpräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, war von 1964 bis 1968 für den Insel Verlag der Lektor von Marie Luise Kaschnitz. In der Edition Suhrkamp haben sie die „Beschreibung eines Dorfes“ und bei Insel die „Ferngespräche“ gemacht. In einem mehrtägigen Arbeitsprozess in Bollschweil, dem Heimatort der Dichterin, entstand aus Tagebuchnotizen „Tage, Tage, Jahre“. In der Veranstaltung stehen die Bände „Orte“ und „Orte und Menschen“ im Zentrum.

Die Frankfurter Literaturwissenschaftlerin und Kuratorin Dr. Sonja Vandenrath führt das Gespräch.

Eine kleine Auswahl aus dem Werk von Marie Luise Kaschnitz:

Marie Luise Kaschnitz: Beschreibung eines Dorfes. 90 S. Insel 2009. Kart. 9,00 €

---, Ferngespräche. Erzählungen. 327 S. Suhrkamp 1992. Kart. 17,00 €

---: Tage, Tage, Jahre. Aufzeichnungen. 364 S. Insel 1992. Kart. 9,00 €

---, Orte. Aufzeichnungen. 313 S. Insel 1991. Kart. 17,00 €

---, Orte und Menschen. Aufzeichnungen. 176 S. Insel 1991. Kart. 14,00 €

Weitere Bücher von Mar5ie Luise Kaschnitz liegen auf dem Büchertisch.

Klaus Reichert (geb. 1938) ist Schriftsteller, Übersetzer und Literaturwissenschaftler. Er studierte Philosophie, Germanistik und Anglistik in Marburg, London, Berlin und Frankfurt am Main, u.a. bei Peter Szondi und Theodor W. Adorno. Nach Tätigkeiten als Lektor bei Insel und Suhrkamp (1964–1970) und als Mitherausgeber der Frankfurter James Joyce Ausgabe (1969–1981) war er von 1975 bis 2003 Professor für Anglistik und Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 2002 bis 2011 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Reicherts Werk umfasst Essays, Übersetzungen und Studien zur europäischen und amerikanischen Moderne, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Verbindungen von Literatur, Musik und Philosophie. Er veröffentlichte u.a. Bücher über moderne Literatur, Poetik und ästhetisches Denken und beschäftigte sich intensiv mit Autoren wie James Joyce sowie mit Komponisten wie John Cage.

Eine kleine Auswahl aus den zahlreichen Publikationen von Klaus Reichert:

1. Klaus Reichert: Wolkendienst. Figuren des Flüchtigen. Fischer 2016. 248 S. Geb. 26,00 €

2. Klaus Reichert: Wüstentage. Journal einer Reise. Mit Zeichnungen von Marion Victor. Insel 2006. 91 S. Kart. 10 €

3. Klaus Reichert: Paul Celan. Erinnerungen und Briefe. Suhrkamp 2020. 297 S. Geb. 28,00 €

Seine Erinnerungen an Paul Celan hat Klaus Reichert – Freund und Lektor von Paul Celan - in der Buchhandlung vorgestellt. Eine bewegende Veranstaltung! Nie waren wir Celan so nah wie an diesem Abend.

4. Klaus Reichert: Kehllaute. Gedichte. Residenz 1992. 32 S. Geb. 10,90

5. William Shakespeare: Die Sonette. Deutsch-englisch. Übersetzt von Klaus Reichert. S. Fischer 2016. 336 S. Kart. 9,99 €

6. Klaus Reichert: Vielfacher Schriftsinn. Zu „Finnegans Wake“. Suhrkamp 1989. 236 S. Kart. 12,00 €

7.
gerade erschienen:

Klaus Reichert: I welcome whatever happens next.Erinnerungen an John Cage.
Wolke Verlag 5/2026. 152 S. Geb. 28,00 €

Mit zahlreichen Abbildungen und Privatfotografien aus dem Besitz von Klaus Reichert

Klaus Reicherts persönliche Hommage an John Cage ist eine faszinierende Reise in die Welt eines der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Lebendige Anekdoten, überraschende Begegnungen und kluge Reflexionen ergeben ein Porträt, das auch ohne Vorkenntnisse fesselt und neugierig macht auf einen Menschen, der Musik, Sprache und Denken neu bestimmte. Dieses Buch ist für alle, die: – sich von ungewöhnlichen Lebensgeschichten inspirieren lassen möchten, erzählt von einem Zeitzeugen. – Freude an essayistischer Sachliteratur mit persönlicher Perspektive haben. – neugierig auf die Avantgarde des 20. Jahrhunderts sind – von experimenteller Musik bis Zen. – erfahren möchten, wie ein radikaler Denker mit Humor die Kunstwelt veränderte. – ein Buch suchen, das überrascht, berührt und den Blick auf Musik und Leben verschiebt.





Zusätzliche Informationen